Life Science (Biotechnologie, Medizintechnik)

Die Medizintechnikbranche mit ihren rund 280 Unternehmen zählt zu den innovativsten Industriezweigen im Freistaat. Die Wurzeln der Thüringer Medizintechnik liegen in der Optik, Feinmechanik und Pharmazie. Auf dieser Basis sind in den letzten Jahren neue Unternehmen in den Bereichen Analytik, Lasertechnik, Pharmaindustrie, medizinischer Instrumenten- und Gerätebau sowie Implantat-Technologie entstanden. Besondere nationale und internationale Bedeutung haben die Thüringer Firmen der Bereiche Ophthalmologie und Endoprothetik.
Nicht zuletzt deshalb war Thüringen am 24. und 25. Juni 2009 Gastgeber für die Zukunftskonferenz Medizintechnik. Mehr als 350 Teilnehmer diskutierten hier Trends und Perspektiven ihrer Branche.
Viele der Unternehmen der Medizintechnikbranche sind mit FuE-, Produktions- und Vertriebsstrukturen weltweit etabliert. Die Exportquote beträgt über 50 Prozent. Die Thüringer Medizintechnik-Industrie zählt - gemessen an den Umsätzen - zu den stärksten Wirtschaftszweigen des Freistaats. Den größten Anteil daran haben die Hersteller von elektromedizinischen Geräten und Instrumenten. Die Thüringer Unternehmen sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen der Medizintechnik ballen sich vor allem in Jena und in den Regionen Ilmkreis, Saalfeld-Rudolstadt und Gera-Zeulenroda-Greiz.
Der größte Teil der über 70 Thüringer Biotech-Unternehmen ist dem Bereich der Roten Biotechnologie zuzuordnen, d.h. deren Unternehmensaktivitäten liegen im Bereich von Applikationen für Medizin und Pharmazie. Außerdem gibt es ein starkes Engagement im Bereich der Grünen (Agrarbiotechnologie und Pflanzenzucht) und der Weißen Biotechnologie (biotechnologisch-basierte Produkte und Industrie-Prozesse) sowie der Nanobiotechnologie. Schwerpunkte der unternehmerischen Tätigkeiten bilden die Bereiche Proteomics, Genomics und Gerätebau. Ca. zwei Drittel der Thüringer Unternehmen im Bereich Biotechnologie sind in und um die Stadt Jena angesiedelt.
Die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Fachhochschule Jena und die Technische Universität Ilmenau bilden mit ihren Studienangeboten angefangen bei Medizin über Biochemie bis zu Biomedizintechnik die Basis für die Sicherung der akademischen Fachkräfte der Bereiche. Die Thüringer Fach- und Berufsschulen vervollständigen das Angebot durch die Ausbildung in relevanten Labor- und Assistenzberufen sowie von Mechatronikern, Mikrotechnologen oder Feinoptikern.
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